Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Aktuelles

  • Sekretariat für Alte Geschichte geschlossen
    27.07 – 07.08 [mehr]
  • Klausuren im SoSe 2020
    Klausurtermine und -anmeldungen [mehr]
  • Oberseminar Mittelalterliche Geschichte
    PMBI, mittwochs, 16 Uhr, in K1 [mehr]
  • Leistungsbescheinigungen in der Geschichte
    Momentan digital möglich [mehr]
  • Lehrbetrieb im SoSe 2020
    Infos für Studierende [mehr]
zum Archiv ->

Dr. Agnes Laba

Wiss. Mitarbeiter für Neuere und Neueste Geschichte

Forschung

Arbeitsgebiete

  • Weimarer Republik
  • deutsch-polnische Beziehungen im 20. Jahrhundert
  • Grenzforschung, Territorialität, historische Kartographie
  • Polen und Frankreich während des Zweiten Weltkrieges
  • Geschlechtergeschichte des Zweiten Weltkrieges
  • Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges


Habilitationsprojekt

Arbeitstitel: Ehe, Familie und Geschlecht – Frankreich und Polen unter deutscher Besatzung und in der langen Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges

Die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkrieges hatte weitreichende Konsequenzen für die unter den Besatzungsbedingungen lebenden Menschen, die auch noch lange bis in die Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges fortwirkten: eine sich zunehmend verschlechternde Versorgungssituation mit all ihren physiologischen und psychologischen Konsequenzen, Erfahrungen von Fremdbestimmung, Gewalt und der Verlust von Angehörigen sind dabei nur einige Eckpunkte, die Einfluss nicht nur auf das Alltagsleben, sondern auch auf die sozialen Gefüge dieser Gesellschaften hatten. Dass die Dynamiken von Kriegen, so auch des Zweiten Weltkrieges, Geschlechterordnungen und -normen nachhaltig beeinflussen, daraufhin hat die Forschung bereits verwiesen. Wir wissen jedoch noch relativ wenig über die Auswirkungen, die die spezifische Situation der Besatzung auf die Geschlechterordnungen der besetzten Gesellschaften hatte. Diesem Forschungsdesiderat will dieses Projekt begegnen, indem es am Beispiel von Ehe- und Familienzusammenhängen in den beiden Ländern Frankreich und Polen die Auswirkungen analysiert, die die Besatzung auf geschlechterspezifische Alltagspraktiken und somit auch auf männliche und weibliche Selbstverständnisse und Geschlechterrollen hatte. Die alltags- und geschlechtergeschichtliche Perspektive erlaubt es dabei, die (vermeintliche) Zäsur, die das Ende der Besatzung auf politischer Ebene bedeutete, auszudifferenzieren und nach den längerfristigen Auswirkungen zu fragen, die die Besatzung auf die europäischen Gesellschaften in der langen Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges hatte. Denn die Aus- und Verhandlungsprozesse von Geschlechterbeziehungen, die für die Nachzeit des Zweiten Weltkrieges konstitutiv sind, so eine der Thesen dieses Projektes, können nur vor dem Hintergrund der Auswirkungen der deutschen Besatzung auf die Geschlechterordnungen richtig gedeutet werden.


Gremien und Mitgliedschaften