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Dissertationsprojekt Vera Eiteneuer

Dissertationsprojekt

Adelsgruppen im Umfeld der Grafen von Berg (1080-1225)

Seit über 200 Jahren übt die Geschichte der frühen Grafen von Berg eine bleibende Faszination auf die Forschung aus, was nicht zuletzt mit dem raschen sozialen Aufstieg zusammenhängt. Im 11. Jahrhundert noch aus einem unbekannten Geschlecht der liberi stammend, hatten sich die Bergischen Grafen am Ende des 12. Jahrhunderts zur Schutzmacht der Erzbischöfe von Köln aufgeschwungen. Mit dem Tod des letzten frühen Grafen von Berg, Adolf III. von Berg, im Jahr 1218 verfiel denn dieser Schutz und darin ist einer der zahlreichen Gründe zu sehen, weshalb sein Bruder und Erzbischof, Engelbert I. von Köln, am 7. November 1225 bei Gevelsberg als letzter der ‚frühen Berger‘ den Märtyrertod sterben musste.

Die Erforschung regionaler Adelsgeschlechter bildet seit jeher nicht nur einen Schwerpunkt der landeshistorischen Forschung. Daraus gewonnene Zugänge und Anstöße bringen zumeist auch neue Perspektiven auf die Geschichte des Reiches hervor. Mit den frühen Grafen von Berg (1080-1225) hat diese Dissertation eine bereits hinsichtlich ihrer Territorial- und Kreuzzugspolitik erschlossene Dynastie zum Gegenstand. Durch die Netzwerkforschung angeregt, sollen die Grafen von Berg in ihrem adeligen Umfeld verortet und in den Dynamiken dieser Adelsgruppen betrachtet werden, unter Heranziehung diplomatischer wie narrativer Quellen und Memorialzeugnisse. Wie Studien mit ähnlichem Schwerpunkt zeigten, kann dieser Ansatz über naheliegende Erkenntnisse hinsichtlich der Beziehungen Adeliger zueinander hinaus Vorschläge für bisher ungelöste Fragestellungen bieten, die spezifisch mit den betrachteten Dynastien zusammenhängen.

Schlussendlich soll das Projekt auf folgende Fragen Antworten geben können: Wie entwickelten sich die Adelsgruppen im Umfeld der Grafen von Berg? Welchen Einfluss hatten Adelsgruppen auf die Entscheidungen und das Geschick einzelner Grafen? Was war Sinn und Zweck der ‚Bergischen Adelsgruppe(n)‘?

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