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Wissenschafts- und Technikgeschichte

19.12.2024, Glanzstoffhaus Wuppertal, von links: Janina Wellmann, Anne Sophie Overkamp, Volker Remmert, Jason Lemberg, Lena Filzen, Cécile Stehrenberger, Sabrina Engert

Wir leben in einer Zeit, in der die wichtigen Gegenwarts- und Zukunftsfragen im Schnittfeld von Technik, Wissenschaft und Gesellschaft liegen und nur im Gesamtzusammenhang zu verstehen sind. Technische Innovationen und wissenschaftliche Erkenntnisse sind prägende Merkmale von Kulturen und entwickeln sich in langen und komplexen Prozessen. Die Wissenschafts- und Technikgeschichte untersucht diese Prozesse in ihren gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kontexten und Auswirkungen. Dadurch lässt sich verstehen, wie die neuzeitlichen Wissenschaften und Technikentwicklungen die Entstehung moderner Gesellschaften und deren Verständnis der natürlichen Umwelt prägten und wie drängende Themen unserer Gegenwart historisch einzuordnen sind.

Zu den Quellen, die über diese wissenschaftlich-technischen Lebenswelten und Prozesse Aufschluss geben, gehören sowohl wissenschaftliche Fachartikel als auch kultur- und sozialhistorische Dokumente verschiedener Art (textuelle wie visuelle) sowie technische und materielle Artefakte wie beispielsweise wissenschaftliche Instrumente

In Wuppertal verfolgt die Wissenschafts- und Technikgeschichte die Vermittlung dieser reflexiven Kompetenzen im Rahmen von Überblicksvorlesungen zur Geschichte von Wissenschaft und Technik seit der Antike sowie von Seminaren und Übungen, die in aktuelle Forschungsfragen einführen. „Wissenschafts- und Technikgeschichte“ können Sie im

studieren.

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten der Lehr- und Forschungsaktivitäten zählen:

  • Wissens- und Wissenschaftsgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart

  • Wissenschafts- und Technikgeschichte seit der Industriellen Revolution

  • Visuelle und materielle Geschichte der Wissenschaftlichen Revolution

  • Geschichte der Mathematik in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert

  • Geschichte der Botanik 18.-20. Jahrhundert

  • Popularisierung von Wissenschaft

Dieses breite Forschungs- und Lehrprofil macht die Wissenschafts- und Technikgeschichte zu einem interdisziplinär orientierten Brückenfach: Sie kann Studierenden der Geistes- und Sozialwissenschaften Einblicke in die Kultur der Wissenschaften und Technik vermitteln und umgekehrt Studierende der Naturwissenschaften und Technik mit den geistes- und sozialwissenschaftlichen Dimensionen der Wissenschafts- und Technikentwicklung vertraut machen. Die Wuppertaler Wissenschafts- und Technikgeschichte ist eng mit dem "Interdisziplinären Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT)" verbunden, in dem sie sowohl mit anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen (z.B. der Philosophie und Soziologie) als auch naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen (z.B. der Mathematik und Physik) kooperiert und im interdisziplinären Dialog zu Themen arbeitet, bei denen sich technische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Kontexte überschneiden. In dem dazugehörigen Graduiertenkolleg 2696 „Transformation von Wissenschaft und Technik seit 1800“ werden wissens- und technikhistorische Projekte bearbeitet sowie zahlreiche Veranstaltungen, auch für Studierende der Wissenschafts- und Technikgeschichte, organisiert und angeboten.

Interessierte sind herzlich zu unseren außercurricularen Veranstaltungen eingeladen: