Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Aktuelles

  • Ein neuer Podcast zu „History & Politics“ der Körber-Stiftung
    oder: Wie die Geschichte hilft, die Gegenwart zu verstehen. [mehr]
  • Promovieren in der Mediävistik
    Virtuelle Inforunde, 16. Dezember, 14-16 Uhr [mehr]
  • Finnur Dellsén (Reykjavík): Scientific Progress: ‘By Whom?’ vs. ‘For Whom?’
    IZWT-Kolloquium, 9. Dezember [mehr]
  • Master of Arts Geschichte weiterhin möglich
    Neuer Teilstudiengang im MA Geistes- und Kulturwissenschaften [mehr]
zum Archiv ->

Wissenschafts- und Technikgeschichte

Ob Klimawandel, Veränderungen der Beschäftigungsstruktur, Energiekonsum oder Kommunikation – wir leben in einer Zeit, in der die wichtigen Gegenwarts- und Zukunftsfragen im Schnittfeld von Technik, Wissenschaft und Gesellschaft liegen und nur im Gesamtzusammenhang zu verstehen sind. Technische Innovationen und wissenschaftliche Erkenntnisse sind prägende Merkmale von Kulturen und entwickeln sich in langen und komplexen Prozessen. Die Wissenschafts- und Technikgeschichte untersucht diese Prozesse in ihren gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kontexten und Auswirkungen. Dadurch lässt sich verstehen, wie die neuzeitlichen Wissenschaften und Technikentwicklungen die Entstehung moderner Gesellschaften und deren Verständnis der natürlichen Umwelt prägten und wie drängende Themen unserer Gegenwart historisch einzuordnen sind.

Dabei folgt die Wissenschafts- und Technikgeschichte keineswegs nur den Geschichten namhafter Wissenschaftler und wirkmächtiger Innovationen. Sie verortet die Veränderungen der technisch-wissenschaftlichen Kultur vielmehr in der Lebenswelt der Anwender*innen und ihren sozialen Praktiken sowie in generationenübergreifenden Prozessen von Verwissenschaftlichung und Technisierung.

Zu den Quellen, die über diese wissenschaftlich-technischen Lebenswelten und Prozesse Aufschluss geben, gehören sowohl wissenschaftliche Fachartikel als auch kultur- und sozialhistorische Dokumente verschiedener Art (textuelle wie visuelle) sowie technische Artefakte.

In Wuppertal verfolgt die Wissenschafts- und Technikgeschichte die Vermittlung dieser reflexiven Kompetenzen in den folgenden Studienangeboten, und zwar im Rahmen von Überblicksvorlesungen zur Geschichte von Wissenschaft und Technik seit der Antike sowie von Seminaren und Übungen, die in aktuelle Forschungsfragen einführen:

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten der Lehr- und Forschungsaktivitäten zählen:

  • Wissenschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit
  • Wissenschafts- und Technikgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Geschichte der Sozialwissenschaften seit dem 19. Jahrhundert
  • Geschichte der Mathematik in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert
  • Umweltgeschichte
  • Geschlechtergeschichte
  • Wissenschafts- und Technikgeschichte des Kolonialismus

Dieses breite Forschungs- und Lehrprofil macht die Wissenschafts- und Technikgeschichte zu einem interdisziplinär orientierten Brückenfach: Sie kann Studierenden der Geistes- und Sozialwissenschaften Einblicke in die Kultur der Wissenschaften und Technik vermitteln und umgekehrt Studierende der Naturwissenschaften und Technik mit den geistes- und sozialwissenschaftlichen Dimensionen der Wissenschafts- und Technikentwicklung vertraut machen. Die Wuppertaler Wissenschafts- und Technikgeschichte ist eng mit dem "Interdisziplinären Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT)" verbunden, in dem sie sowohl mit anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen (z.B. der Philosophie und Soziologie) als auch naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen (z.B. der Mathematik und Physik) kooperiert und im interdisziplinären Dialog zu Themen arbeitet, bei denen sich technische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Kontexte überschneiden.