Zusätzliche Lehrveranstaltungen im SoSe 26 | Stand: 25.02.2026
Zusätzliche Lehrveranstaltungen im SoSe 26 | Stand: 25.02.2026
Technische Innovationen und wissenschaftliche Erkenntnisse sind seit jeher prägende Merkmale von Kulturen und entwickeln sich in z. T. sehr langen und komplexen Prozessen. Unsere wissenschafts- und technikhistorischen Forschungsprojekte untersuchen diese Prozesse in ihren gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kontexten sowie ihre Auswirkungen.
Die jeweiligen Einzel- und Kooperationsprojekte analysieren für verschiedene Epochen sowie wissenschaftliche Disziplinen keineswegs nur Geschichten namhafter Wissenschaftler:innen und wirkmächtiger Innovationen: Wir verorten Veränderungen in Wissensproduktion und technisch-wissenschaftlicher Kultur vielmehr in der Lebenswelt von Anwender:innen und ihren sozialen Praktiken sowie in generationenübergreifenden Prozessen von Verwissenschaftlichung und Technisierung. In unseren Forschungsprojekten beschäftigen wir uns mit der Wechselwirkung von Wissenschaft/ Technik und Gesellschaft/Politik/Kultur. Entsprechend untersuchen wir, wie drängende Themen unserer Gegenwart auch wissenschafts- und technikhistorisch einzuordnen sind.
Zu den Forschungsschwerpunkten, denen sich die Forschungsprojekte der WTG zuordnen lassen, gehören:
Wissens- und Wissenschaftsgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart
Wissenschafts- und Technikgeschichte seit der Industriellen Revolution
Visuelle und materielle Geschichte der Wissenschaftlichen Revolution
Geschichte der Mathematik in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert
Geschichte der Botanik 18.-20. Jahrhundert
Popularisierung von Wissenschaft
Die methodischen Zugänge unserer Projekte sind vielfältig und umfassen unter anderem Ansätze der Geschlechtergeschichte, visual history, material history sowie comparative studies. Zudem sind unsere Perspektiven eng mit anderen Fachbereichen verknüpft: Die Arbeitsgruppe History of Mathematics ist ein Verbund aus Forschenden der Fachgruppe Geschichte und der Fachgruppe Mathematik. Unsere Interessen reichen von der Geschichte mathematischer Ideen und Konzepte bis hin zu Aspekten der Kultur-, Material- und Sozialgeschichte der Mathematik und der mathematischen Wissenschaften in der Neuzeit (16. bis 20. Jahrhundert).
Die interdisziplinäre Perspektive wird stetig durch die Anbindung des Lehrgebiets an das Interdisziplinäre Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT) erweitert, in dem wir sowohl mit anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen (z.B. der Philosophie und Soziologie) als auch naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen (z.B. der Mathematik und Physik) kooperieren. Weitere Forschungsprojekte, die in der Wissenschafts- und Technikgeschichte angesiedelt sind, werden an dem DFG-geförderten Graduiertenkolleg 2696 „Transformation von Wissenschaft und Technik seit 1800“ bearbeitet.