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Exkursionen


Tagesexkursion nach Aachen am 7. Juni 2018

Foto: Sehriban Celik

Im Rahmen der Mittelalter-Vorlesung von Prof. Dr. Johrendt „Das karolingische Zeitalter“ und des von Frau Dzubiel angebotenen Seminars „Mittelalter im Geschichtsunterricht am Beispiel des Zeitalters der Karolinger“ fand am 7. Juni eine gemeinsam organisierte Exkursion von Teilnehmerinnen und Teilnehmern beider Lehrveranstaltungen nach Aachen zum Dom und der angrenzenden Domschatzkammer statt (wobei die Eisdiele um die Ecke nach einer ausgesprochenen Empfehlung von Herrn Johrendt nicht ausgelassen wurde). 

In zwei Gruppen wurde die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl durch die Ende des 8. Jahrhunderts unter Karl dem Großen errichtete Marienkirche als auch durch die Domschatzkammer geführt, welche zu den bedeutendsten kirchlichen Schatzkammern nördlich der Alpen zählt und zahlreiche und außergewöhnliche Kunstwerke, wie etwa den Proserpinasarkophag oder das Lotharkreuz, beheimatet. Sie erzählen von der über 1200 Jahre alten Historie des Aachener Domschatzes und gewähren Einblicke in die Geschichte der Liturgie.  Besichtigt wurde ebenfalls der sich in der Chorhalle des Aachener Domes befindliche Karlsschrein, welcher zur Krönung Friedrichs II. 1215 fertiggestellt wurde und in dessen Inneren sich die Gebeine Karls des Großen befinden. 

Die Führung durch Teile der von Karl dem Großen in Auftrag gegebenen königlichen Pfalz, die auch nach dem Tod des Kaisers als Herrschersitz fränkischer und ostfränkisch-deutscher Könige fungierte und über mehrere Jahrhunderte Krönungsort der römisch-deutschen Könige war, ließ die Studierenden Geschichte vor Ort begegnen. Durch die gemeinsame Lektüre des Berichtes zur Krönung Ottos des Großen bei Widukind wurde den Studierenden zudem vor Augen geführt, wie Karl der Große mit der Gründung seiner Pfalz und der Darstellung seiner Regentschaft seine Herrschaft zu legitimieren als auch zu inszenieren wusste, und damit auch die nachfolgenden Könige prägte.

Abschließend konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untersuchen, wie die karolingische Geschichte im Aachener Stadtmuseum (im Centre Charlemagne) geschichtskulturell präsentiert wird.

Paul L. Reinke



Exkursion nach Marburg zum Thema „Berufsfelder für Historiker*innen außerhalb des Lehramts“ vom 20. bis 22.6.2018 vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte

Von Benjamin Döring und Fabian Schächt

Auf einer Exkursion im außergewöhnlichen Format einer Berufsorientierungsveranstaltung fuhren 5 Studierende unter der Leitung von Frau Dr. Heidi Hein-Kircher vom 20. bis 22.6.2018 nach Marburg und Hadamar. Eine thematische Ergänzung erfuhr die Exkursion durch die Besichtigung von Erinnerungsorten zu Elisabeth von Thüringen.

Der erste Tag in der Universitätsstadt Marburg stand im Zeichen der Digital Humanities. Digitale Anwendungen, wie zum Beispiel Präsentationen, Websites und Apps, sind schon heute Kanäle, über die vielfach geschichtliches Wissen vermittelt wird und solche werden, wie zu erwarten ist, zukünftig in allen Bereichen der angewandten Geschichte einen noch größeren Stellenwert erlangen. Um sich dieser Thematik zu stellen, nahmen die Exkursionsteilnehmer an einer Sitzung der Übung Geschichte im Netz – das Internet als Werkzeug von Dr. Eszter Gantner von der Philipps-Universität Marburg teil. Zwischen Wuppertaler und Marburger Studierenden entspann sich eine rege Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen von Videospielen als geschichtsdidaktische Instrumente. In einer zweiten Einheit ging es in der Übung um das Kennenlernen zweier Präsentationsprogramme, den Online-Tools Story-Maps und Prezi, mithilfe derer einige spontane Kurzpräsentationen entstanden. Leider finden trotz vielfältiger Gestaltungsoptionen und lernfördernder Optik solche PowerPoint-Alternativen bisher kaum Eingang in den fachinternen Diskurs der Geschichtswissenschaft, geschweige denn in deren Praxis. Am Abend wurde der Frauenberg in der Umgebung Marburgs besichtigt,  auf dem die pittoreske Ruine einer Burg steht, welche Sophie von Brabant, eine Tochter der Heiligen Elisabeth, Mitte des 13. Jahrhunderts errichten ließ. Das Resümee am Ende des Tages war, dass die Beschäftigung mit den Anwendungsmöglichkeiten digitaler Techniken jedem Historiker und jeder Historikerin, die eine langfristige Tätigkeit innerhalb der Geschichtswissenschaft anstreben, angeraten sein sollte.

Am Donnerstag lernten die Exkursionsteilnehmer das Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung auf dem Marburger Schlossberg kennen. Zunächst ging es um den institutseigenen Verlag, den Dr. Christoph Schutte den Studierenden vorstellte. Dabei befand der Redakteur die Schreibkompetenz der Autoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit als zentral. Er problematisierte, dass eingereichte Texte vielfach stilistisch unzureichend seien, und Selbstplagiate den Prozess akademischer Wissensgenerierung stören. Anschließend ging es in die Räumlichkeiten der Dokumentensammlung, die fast ausschließlich Archivalien zur Geschichte des Baltikums - vom Mittelalter bis zur Gegenwart - sammelt. Von den beiden Archiv-Mitarbeiterinnen, die beide ihren Beruf über den Quereinstieg gefunden haben, lernten die Exkursionsteilnehmer die verschiedenen Ausbildungswege und Einstiegsmöglichkeiten im Archivwesen kennen. Nach einer Mittagspause wurde das Bildarchiv begutachtet. Eine ganze Mannschaft Mitarbeiter*innen stand hier den Studierenden zur Verfügung. Der Abteilungsleiter Dr. Popp gab einen exemplarischen Überblick über den Bestand an Bildquellen, so z.B. polnische und tschechische Postkarten, die propagandistische Motive im Kontext des 1. und 2. Weltkriegs enthalten. Herr Popp plädierte für eine Verwendung von Bildquellen nicht nur zu illustrativen Zwecken, sondern auch als unmittelbares Quellenmaterial für historische Studien. Anschließend erhielten die Studierenden Einblicke in private Fotoalben von Wehrmachtsangehörigen und Mitgliedern der deutschen Besatzungsverwaltung, die Bilder aus den während des 2. Weltkriegs von Deutschland eroberten Ostgebieten gesammelt haben. Den Abschluss des Tages bildete eine Besichtigung des Marburger Schlosses, in dem ab 1263 Heinrich I., erster Landgraf von Hessen und Enkel Elisabeths von Thüringen, residierte. 

Am nächsten und damit letzten Tag ließ die Gruppe Marburg hinter sich und wandte sich dem etwa 80 Kilometer entfernten Hadamar zu, wo als letzte Station der Exkursion ein Besuch der Euthanasie-Gedenkstätte Hadamar anstand. Dort wartete Frau Dr. Esther Abel auf die Studierenden, welche in der Gedenkstätte als Historikerin für die schriftliche Überlieferung verantwortlich ist. Sie wies darauf hin, dass eine Möglichkeit des beruflichen Einstiegs in die Gedenkstättenarbeit das Volontariat sei. Frau Abel machte deutlich, dass aktuelle gesellschaftliche Debatten insbesondere die Gedenkstättenarbeit tangieren. In Hadamar sorgt die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Krankenhauskomplexes als Tötungsanstalt bis in die Gegenwart für Spannungen unter der im Ort wohnenden Bevölkerung. Anschließend führte Frau Abel die Gruppe durch die im Obergeschoss liegende Ausstellung, die sich gleichermaßen mit den Tätern, sowie den Opfern auseinandersetzt. Zudem stellt die Ausstellung die Hintergründe der Nazi-Propaganda hinsichtlich der Euthanasie – besser bekannt als T4-Aktion – im Detail dar. Die Besichtigung der Kellerräume, in denen sich die Überreste vom Tötungsinstrument Gaskammer und des Krematoriums befinden, löste unter allen Exkursionsteilnehmern tiefe Betroffenheit aus. 

Mit Vollendung dieses Rundgangs fand gleichsam eine facettenreiche Exkursion ihr Ende, in welcher die Studierendenschaft innerhalb von drei Tagen u.a. anhand von neuen in die Geschichtswissenschaft stoßenden Branchen wie Digital Humanities, verschiedensten klassischen Betätigungsfeldern, vom Archivwesen bis hin zur Gedenkstätte, eine Fülle von potentiellen Berufsmöglichkeiten veranschaulicht bekamen. So lässt sich diese Exkursion im Nachhinein als gelungenes – und folgerichtig als wiederholungsträchtiges – Projekt der Neueren und Neusten Geschichte in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik betrachten, mit dem Ergebnis, dass es in jedem Fall viele spannende und interessante Berufe auch jenseits des klassischen Lehrerberufs gibt. 


Die Exkursion nach Florenz 2018

Unter der Leitung von PD Dr. Arne Karsten fand vom 10. bis 16. März eine Exkursion nach Florenz statt, die ganz im Zeichen des Glanzes der vormodernen, italienischen Stadtrepubliken stand. Von Florenz ausgehend, stellten dabei die Studierenden an zwei Tagesausflügen nach Siena und Lucca die Sehenswürdigkeiten der Städte vor und erklärten ihre Bedeutung im Kontext der allgegenwärtigen Konkurrenz zwischen den italienischen Stadtrepubliken des Mittelalters und der Frühmoderne.
An den anderen Tagen durchstreifte die Gruppe die Medici-Metropole und konzentrierte sich dabei auf die, auch im toskanischen Dauerregen, beeindruckenden Palazzi der reichen und mächtigen Familien der alten Stadt am Arno. Ein Besuch des Kunsthistorischen Instituts Florenz, wo besonders das große Archiv an Fotografien beeindruckend wirkte und in dem über die Möglichkeit eines Praktikums an dieser bedeutenden geisteswissenschaftlichen Forschungsinstitution informiert wurde, rundete das offizielle Programm passend ab.
Insgesamt sieben Tage verbrachte die Gruppe der Bergischen Universität in Florenz. Aus diesen Tagen  nahmen die Teilnehmer der Exkursion neben den Eindrücken der beeindruckenden Kirchen und Palazzi in Florenz, der Piazza del Campo Sienas und der vollständig erhaltenen Stadtmauer Luccas (um nur einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu nennen), noch etwas anderes, ganz besonderes mit: Nach einem Spiel des AC Florenz vor nasser, doch beeindruckender Kulisse, kehrte die Gruppe mit einer neuen Fan-Liebe wieder zurück ins ebenso nasse und beinahe genauso beeindruckende Wuppertal. Forza Fiorentina!


Forschungsprojekt: Der Tod eines Staates. Der Untergang der Republik Venedig 1797 im Spiegel der europäischen Presseberichterstattung

Vom 12. bis 15. Oktober 2017 traf sich die aus dem vorjährigen Studienkurs unter Leitung von PD Dr. Arne Karsten und Prof. Dr. Dietrich Erben (TU München) hervorgegangene Nachwuchsforschergruppe zur Diskussion ihrer Forschungsergebnisse in Venedig. Zum Thema des gemeinsamen Projekts „Tod eines Staates. Der Untergang der Republik Venedig 1797 im Spiegel der europäischen Presseberichterstattung“ wurden von den Teilnehmer/innen ausgewählte Zeitungen der wichtigsten europäischen Metropolen 1797 in den Blick genommen. Die damit verbundenen Erkenntnisse konnten dank der Förderung durch die Fritz Thyssen Stiftung am Deutschen Studienzentrum Venedig im Palazzo Barbarigo della Terrazza in anregendem Rahmen erörtert und weitergedacht werden.
Im Zuge dieser Vortragsreihe beschäftigten sich Marion Dotter, Sabrina Herrmann, Linus Rapp, Luise Marie Willer und Johanna Ziebritzki sowie die beiden Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal Nina Scheuß und Michael Schwedt mit der Wiener Zeitung und Preßburger Zeitung, der Vossischen Zeitung, dem Münchner Intelligenzblatt und der Kurfürstlich gnädigst privilegierten Münchner Zeitung, der London Times, dem Mercure der France sowie der visuellen Darstellung des Untergangs der Serenissima. Deutlich zu Tage trat dabei die zentrale Rolle der Presse nicht nur als berichterstattendes Medium, sondern auch und gerade als politisches Instrument. Dessen Wirksamkeit im Einzelnen in den Blick zu nehmen war nur einer von vielen Erträgen dieses Nachwuchsforscherworkshops, die nunmehr zur Publikation vorbereitet werden sollen.


Exkursion nach Danzig in Kooperation der beiden Lehrstühle „Geschichte und ihre Didaktik“ und „Neure und Neueste Geschichte“

Danzig bietet sich, als für Deutsche und Polen eine gleichermaßen geschichtsträchtige Stadt, für eine Exkursion nur so an. Die ehemalige Hansestadt besuchten 11 Student*innen und 4 Dozent*innen der Bergischen Universität Wuppertals vom 2. Oktober bis zum 8. Oktober 2017 unter der Leitung von Fr. Dr. Agnes Laba und Fr. Christine Dzubiel. Die Leitthematik der Exkursion „Die Deutsch-Polnischen Beziehungen“ wurde anhand der Geschichte Danzigs und seiner Umgebung präsentiert und diskutiert.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten Danzigs wurden besucht; die malerischen Langgasse, die Solidarność Werft und ihr Museum sowie die Polnische Post sind nur einige jener. Nicht nur die Stadt Danzig/Gdansk, sondern auch die nähere Umgebung hat die Gruppe besichtigt. Das Kloster der Zisterzienser in Oliva, der ehemalige Hauptsitz des Deutschen Ordens die Marienburg und das Ostseebad Sopot waren alle nach einer kurzen Bahnfahrt erreichbar. Durch das Zusammenwirken der Lehrgebiete „Neuere und Neueste Geschichte“ und „Geschichte und ihre Didaktik“ wurde stets auch der didaktische Aspekt der Exkursion betont.

Ungeachtet dessen, welch enorm wichtige Stellung die Besichtigung geschichtsbedeutsamer Orte darstellt, kristallisierte sich der größte Gewinn der Exkursion im Austausch untereinander heraus.
Die gemeinsamen Abendessen dienten als Plattform für ausgiebige Gespräche zu unterschiedlichsten Themen. Einzigartig ist daran der Kontakt zwischen Personen, die sich im universitären Alltag kaum begegnen würden. Der Austausch über das täglich Erlebte bot einen wichtigen, aktuellen Anlass, um unter anderem die Manifestation des Rechtsrucks in Polen zu reflektieren – angefangen bei Widerstandssymbolen des Zweiten Weltkrieges, über nationalistische Symbole auf T‑Shirts in Souvenir-Shops, zu Grabmälern von ehemaligen Regierungsmitgliedern in Kirchen unter Abbildungen der Schwarzen Madonna.

Herauszuheben bleibt auch der Besuch im Museum des Zweiten Weltkrieges, das durch seine durch die aktuelle polnische Regierung gewollte Transformation der Ausstellung symbolisch für den Anlass der Exkursion steht. 
Rückblickend lässt sich eine Exkursion wie diese nur empfehlen. Die unzähligen Bereicherungen, die der Aufenthalt in einem anderen Land bringt, lassen sich nur schwierig in diesem Bericht verdeutlichen. Zwischen der Freude, einerseits über das teils wunderschöne Danzig und die unterhaltsamsten Situationen, die durch die gemeinsame Zeit entstehen, und andererseits dem Erschrecken über exklusive Repräsentationen, wie Plakate zum gemeinsamen Beten an den Außengrenzen Polens, bietet ein Aufenthalt seine Erfahrungen, die wir jedem Studenten und jeder Studentin wünschen.

Besonderer Dank gilt Fr. Dr. Laba und Fr. Dzubiel, die mit ihrem Einsatz den Aufenthalt spannend und vielseitig gestalteten.

  

Bericht von Clemens Elsner und Florian Reisslandt


Venedigexkursion 9. - 11. Dezember 2015

Auf der Venedigexkursion des historischen Seminars bot sich den Studenten vom 9.12. - 11.12.2015 ein anschaulicher Einblick in die Forschungspraxis durch die Teilnahme an einer Tagung am Deutschen Studienzentrum in Venedig (www.dszv.it). Auf der Fachtagung hatten die Studenten die Chance, zahlreichen Vorträgen zum Thema „Venedig als Bühne – Organisation, Inszenierung und Wahrnehmung europäischer Herrschaftsbesuche“ beizuwohnen. Die Beiträge der Tagung, die unter anderem von Prof. Dr. Jochen Johrendt organisiert wurde, handelten von der Zeit der frühen Karolinger bis zu den Prunkregatten im 17. und 18. Jahrhundert. Die große Bandbreite der Beiträge eröffnete dementsprechend zahlreichen, epochenübergreifenden Diskussionsstoff, der auch von uns Studenten mitgeprägt wurde. Im Kaminzimmer des Palazzo Barbarigo della Terrazza, Sitz des Deutschen Studienzentrums in Venedig und ausgestattet mit einer einladenden Terrasse, die einen unvergleichlichen Ausblick auf den Canal Grande bietet, konnten zahlreiche neue Erkenntnisse zum Tagungsthema gewonnen werden.

Doch der Ertrag der Exkursion wäre zu kurz gekommen, wenn nur das Zusammentreffen im Palazzo betrachtet würde. Die mitgereisten Wuppertaler Professoren Arne Karsten und Jochen Johrendt führten die Studenten in der freien Zeit zielstrebig an bedeutende Orte der Serenissima. Der Dogenpalast, die Scuola Grande di San Rocco oder die Frarikirche – es sind nur einige Sehenswürdigkeiten der Markusrepublik, welche Professoren und Studenten gemeinsam besuchten, betrachteten und anschließend in historischer Manier analysierten. Dabei ging trotz tiefwinterlicher Temperaturen das Interesse an den künstlerischen Besonderheiten der Stadt und das harmonische Miteinander nie verloren.

Typisch kulinarisch endete die Exkursion dann auch am 12.12. mit einem gemeinsamen Abendessen, bei dem die venezianische Küche noch einmal ausgiebig getestet wurde. Die Exkursion ermöglichte den Studenten auf diese Weise einen exemplarischen Einblick in die Arbeit eines Historikers sowie in Kultur und Geschichte Venedigs fernab vom Universitätsalltag.

Niklas Bründermann


Venedigexkursion 15.-21. September 2014

21 Studierende des Historsichen Seminares wie der Latinistik erkundeten Mitte September die Lagunenstadt. Geleitet wurde die Exkursion von Prof. Dr. Jochen Johrendt und Prof. Dr. Arne Karsten.

Das Leitmotiv der Exkursion "Mythos Venedig" wurde epochenübergreifend an den Kirchen und Palästen der Stadt studiert und diskutiert. Neben den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, wie etwa dem Dogenpalast oder dem Markusdom, war der Besuch am Deutschen Studienzentrum im Palazzo Barbarigo ein Höhepunkt der Reise.

Lesen Sie hierzu auch den Exkursionsbericht.


Tagesexkursion nach Köln zur Ausstellung „Königinnen der Merowinger“, 25.05.2013

Im Rahmen des Hauptseminars "Die Königin im Frühmittelalter", das in diesem Semester am Historischen Seminar von Prof. Dr. Jochen Johrendt angeboten wird, fand am 25. Mai eine Tagesexkursion nach Köln zur Ausstellung "Königinnen der Merowinger. Adelsgräber aus den Kirchen von Köln, Saint-Denis, Chelles und Frankfurt am Main" statt.

Die Kommilitoninnen und Kommilitonen wurden durch die Ausstellung von dem ehemaligen Leiter der Domgrabungen Dr. Georg Hauser geführt, der die die Befunde eindrucksvoll einbettete. Besonders interessant war dabei das Grab der 540/541 gestorbenen und gemeinsam mit einem 7-jährigen Knaben bestatteten merowingischen Königin Wisigarde, deren Grab 1959 unter dem Chor des Kölner Doms entdeckt wurde. Die durch Dr. Hauser zum "Sprechen" gebrachten Fundstücke aus den Gräbern dieser und anderer Königinnen (Wisigarde, Arnegunde und Balthild) verdeutlichten den Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmern die hohe Relevanz realienkundlicher Funde als Ergänzung für die in der Regel stark textorientierte Quellenarbeit von Historikerinnen und Historikern vor allem in quellenarmen Zeiten wie der des Frühmittelalters.

Ermöglicht wurde die Exkursion dankenswerterweise durch eine finanzielle Zuwendung des Gleichstellungsbüros der Bergischen Universität Wuppertal.


Romexkursion mit Prof. Dr. J. Johrendt, Jun.-Prof. Dr. A. Karsten und Dr. R. Kuithan vom 13.09.-20.09.2012


Zu Gast in der Gedenkstätte Auschwitz

Exkursion mit Prof. Dr. Tönsmeyer und Jan Vondráček, M.A.

30 Geschichts-Studierende der Bergischen Universität Wuppertal besuchten Mitte Juni die Gedenkstätte Auschwitz. Unter Leitung von Historikerin Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer und ihrem Wissenschaftlichen Mitarbeiter Jan Vondráček M.A. trafen sie sich zu einem Zeitzeugengespräch mit Prof. Dr. Wacław Długoborski. Der polnische Historiker ist Auschwitz-Überlebender und langjähriger Leiter des wissenschaftlichen Beirats der Gedenkstätte Auschwitz.

Im Rahmen ihrer Exkursion besichtigten die Wuppertaler Studentinnen und Studenten das ehemalige Stammlager sowie das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. „Ein Ort, der wie wohl kaum ein anderer das Grauen, das sich mit der Shoa verbindet, unmittelbar vermittelt“, so Prof. Tatjana Tönsmeyer. Im Anschluss an die Besichtigungen wurden die Eindrücke in intensiven Reflexionsrunden diskutiert und eingeordnet.

Die Exkursion fand statt im Rahmen des Seminars „Das System der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager 1933-1945“. Sie wurde finanziell unterstützt durch die Stiftung „Erinnern Ermöglichen“.


 

 

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