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PD Dr. Sabine Mangold-Will

Privatdozentin für Neuere und Neueste Geschichte

Wie bereits in meiner Funktion als Juniorprofessorin für Neuere und Neueste Geschichte vertrete ich das Fach in Forschung und Lehre auch weiterhin in seiner ganzen Breite. Die Geschichte des 19. Jahrhunderts wird genauso berücksichtigt wie die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Mein besonderes Profil ergibt sich durch die Verbindung zweier Schwerpunkte, nämlich der Geschichte der Internationalen Beziehungen und der Wissenschaftsgeschichte.

Beide Gebiete werden in der Lehre in west- und mitteleuropäischer Perspektive angeboten, die indes durch meinen besonderen europäisch-orientalischen Forschungsschwerpunkt stets erweitert wird. Mein Anliegen ist es, sowohl die orientalistische Forschung für die Geschichtswissenschaft fruchtbar zu machen, als auch der Geschichte des Nahen Ostens in der Lehre nicht zuletzt für Lehramtskandidaten innerhalb der Geschichtswissenschaft mehr Aufmerksamkeit zu widmen – und das nicht erst, seit die neue methodisch anregende Transnational- und Globalgeschichte ihren Aufstieg erlebt.

In der Forschung werden die beiden profilbildenden Schwerpunkte bisher durch Arbeiten zur Geschichte der europäischen Orientrezeption des 19. Jahrhunderts sowie zur Geschichte der deutsch-türkischen Beziehungen im 20. Jahrhundert ausgefüllt. (vgl. Publikationen). Insbesondere meine Forschungen zur Geschichte der Orientwissenschaften sind dabei international angebunden, zum einen an die Kulturtransferforschungen an der Pariser ENS, zum anderen an die Projekte der Hebrew University of Jerusalem, die der geteilten deutsch-israelischen Geschichte gewidmet sind.

Die Forschungen zur Geschichte der Orientwissenschaften wurden durch die Zusammenarbeit mit dem Rosenzweig-Center der Hebrew University im Sinne einer Konfessionalisierungs-geschichte der Wissenschaften erweitert. Im Rahmen eines nationalen Doktorandenkolloquiums wurden 2013 „Neue Blicke auf die Beziehungen zwischen christlichen, jüdischen und muslimischen Islamwissenschaftlern“ geworfen. Dieses Kolloquium und eine Reihe internationaler Vorträge dienten als Vorbereitung einer biographischen Studie zu dem deutsch-jüdisch-israelischen Islamwissenschafter „Gotthold Weil – ein deutsch-jüdisch-israelischer Islamwissenschaftler zwischen Orientalismus und Zionismus“, die nunmehr im Entstehen begriffen ist.
Ab Herbst 2016 wird die Zusammenarbeit mit dem Rosenzweig-Center zudem durch die gemeinsame Edition der Briefwechsel zwischen dem protestantischen Orientalisten Paul Kahle und seinen jüdischen Schülern und Kollegen ergänzt.

2012 habe ich gemeinsam mit der Alten Geschichte eine von der Thyssen-Stiftung und dem Wuppertaler IZWT geförderte Tagung „Wilhelm II. – Archäologie und Politik um 1900“ organisert, die mein Profil aus Wissenschafts- und Internationaler Beziehungsgeschichte unterstreicht. Ein Teil der Vorträge liegt nun im Steiner-Verlag gedruckt vor.

Um mein Doppelprofil weiter stärken, sind zwei Forschungsprojekte in Arbeit bzw. Vorbereitung, die dem Schwerpunkt der Internationalen Beziehungen zuzuordnen sind: Es handelt sich zum einen um eine „Geschichte der Frauen in der Diplomatie“, zum anderen um ein kleineres Projekt mit dem Titel „Moral und Macht der EU: der Nahostkonflikt als Motor einer institutionalisierten europäischen Außenpolitik 1973-1991“.

Das zuletzt genannte Forschungsvorhaben entstand im Zusammenhang mit meiner jahrelangen (2010-2016) Lehrverpflichtung als Juniorprofessorin im Rahmen des Masterstudiengangs Europäistik, der als deutsch-russischer Studiengang an der Bergischen Universität wie am Klaus-Mehnert-Institut für Europa-Studien der Kaliningrader Staatlichen Technischen Universität angeboten wurde. Auch mit dem Auslaufen dieses Studiengangs wird die Geschichte der Europäischen Integration weiterhin einen wichtigen Aspekt meiner Lehre darstellen. Um mein Profil als Vermittler zwischen Nahost- und Geschichtswissenschaft weiter zu schärfen, werden künftig die EU-Mittelmeer- und Nahostpolitik einschließlich der Beziehungen zu Israel einen ausdrücklichen Schwerpunkt bilden.

Aktivitäten

 

1. Laufende Aktivitäten:


a)
Ausschreibung eines Starthilfe-Stipendiums für Master-Absolventen


b)
Weiterbildungsangebote zum Thema „Syrien“, insbesondere im Rahmen der Lehrer(fort)bildung

Der Bürgerkrieg in Syrien und das Anschwellen des Flüchtlingsstroms aus Syrien haben nunmehr auch in der allgemeinen Öffentlichkeit den Blick auf ein Land gelenkt, das ich seit meinem Arabistik-Studium in Damaskus kenne und liebe. Eigentlich hätte dieses Land schon viel früher unsere Aufmerksamkeit verdient. Und auch jetzt sollte sich unser Interesse nicht nur auf den aktuellen Bürgerkrieg beschränken. Deswegen biete ich seit diesem Semester in verschiedenen Formen Weiterbildungsmöglichkeiten insbesondere für Lehrer und angehende Lehrer an, die mehr über Syrien erfahren wollen. Im Rahmen des akademischen Unterrichts habe ich ein 26 SWS umfassendes Seminar zur Geschichte Syriens im 20. Jahrhundert entwickelt, das an der Bergischen Universität Wuppertal unter dem Titel „Landeskunde Syrien für angehende Lehrer“ stattfand. Außerdem biete ich Vorträge unter dem Titel „Syrien – Regionen, Religionen, Konfliktlinien des Bürgerkrieges“ an, die je nach Bedürfnis der Interessenten auf die Themen Geschichte Syriens, der syrische Bürgerkrieg, die religiöse und ethnische Vielfalt Syriens oder die Kinder Syriens zugeschnitten werden. Der erste öffentliche Vortrag unter dem Titel „Syrische Landeskunde für Lehrer“ fand am 15. Dezember 2015 in der Schule am Ludwigsberg in Saarbrücken statt, die das Sonderpädagogische Förderzentrum der saarländischen Landeshauptstadt beherbergt.


2. Abgeschlossene Aktivitäten

a)
2010-2016 Betreuung, Koordinierung und Lehre im Rahmen des deutsch-russischen interdisziplinären Masterstudiengangs Europäistik an der Bergischen Universität und dem Klaus-Mehnert-Institut für Europa-Studien der Kaliningrader Staatlichen Technischen Universität.    

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