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Wissenschafts- und Technikgeschichte

Ob Energiekonsum, Mobilität oder Kommunikation - wir leben in einer Zeit, in der die wichtigen Gegenwarts- und Zukunftsfragen im Schnittfeld von Technik, Wissenschaft und Gesellschaft liegen und nur im Gesamtzusammenhang zu verstehen sind. Technik und wissenschaftliches Wissen werden im 21., wie zuvor schon im 19. und 20. Jahrhundert, als prägende Merkmale unserer Kultur erfahren. Dabei haben die meisten technischen Neuerungen und wissenschaftlichen Kenntnisse eine lange und komplexe historische Entwicklung hinter sich. Das Verständnis moderner Gesellschaften und der sie prägenden Wissenschafts- und Technikkulturen setzt Kenntnisse genau dieser Wandlungsprozesse voraus. Die Wissenschafts- und Technikgeschichte nutzt das reflexive Wissen der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, um die Bedingungen und Begleiterscheinungen unserer technisch-wissenschaftlichen Kultur reflektiert einordnen und letztlich auch auf die drängenden Themen unserer Zeit vermittelnd oder beratend reagieren zu können.

Die Wissenschafts- und Technikgeschichte kann die gesellschaftliche und kulturelle Prägung verschiedener Technologien und Wissensformen aufzeigen und analysieren. Dabei folgt sie nicht nur den Geschichten namhafter Wissenschaftler und wirkmächtiger Innovationen. Sie verortet die Veränderungen der technisch-wissenschaftlichen Kultur in der Lebenswelt der Anwender und ihren sozialen Praktiken sowie in generationenübergreifenden Prozessen zunehmender Verwissenschaftlichung und Technisierung. Zu den Quellen, die über diese wissenschaftlich-technischen Lebenswelten und Prozesse Aufschluss geben, gehören nicht nur wissenschaftliche Fachartikel oder technische Handbücher, sondern auch kultur- und sozialhistorische Quellen verschiedener Art (textuelle wie visuelle), wissenschaftliche Instrumente oder Laboreinrichtungen und nicht zuletzt die technischen Artefakte selbst.

In Wuppertal verfolgt die Wissenschafts- und Technikgeschichte die Vermittlung dieser reflexiven Kompetenzen in den folgenden Studienangeboten, und zwar im Rahmen von Überblicksvorlesungen zur Geschichte von Wissenschaft und Technik seit der Antike sowie von Seminaren und Übungen, die in aktuelle Forschungsfragen einführen:

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten der Lehr- und Forschungsaktivitäten zählen:

  • Wissenschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit
  • Geschichte der Mathematik in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert
  • Technisierung des Alltags und Konsumgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Umwelt- und Stadtgeschichte ("urban environmental history")
  • Geschlechtergeschichte, Geschlecht und Technik.

Dieses breite Forschungs- und Lehrprofil macht die Wissenschafts- und Technikgeschichte zu einem interdisziplinär orientierten Brückenfach: Sie kann Studierenden der Geistes- und Sozialwissenschaften Einblicke in die Kultur der Wissenschaften und Technik vermitteln und umgekehrt Studierende der Naturwissenschaften und Technik mit den geistes- und sozialwissenschaftlichen Dimensionen der Wissenschafts- und Technikentwicklung vertraut machen. Die Wuppertaler Wissenschafts- und Technikgeschichte ist eng mit dem "Interdisziplinären Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT)" verbunden, in dem sie sowohl mit anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen (z.B. der Philosophie und Soziologie) als auch naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen (z.B. der Mathematik und Physik) kooperiert und im interdisziplinären Dialog zu Themen arbeitet, bei denen sich technische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Kontexte überschneiden.