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Forschungsprojekt Philipp Kranz

Fach- und Personalpolitik in der deutschen Hochschulmathematik der 1930er und 1940er Jahre

Im Rahmen dieses Dissertationsvorhabens soll den Prozessen der Emigration/Remigration, Nazifizierung/Entnazifizierung sowie Vergangenheitspolitik und Wiedergutmachung im Bereich der Mathematik einer (sozial)historischen Analyse unterzogen werden. Im Fokus steht die Praxis der Habilitationen, Berufungen und Lehrstuhlbesetzungen in der deutschen Hochschulmathematik der 1930er und 1940er Jahre. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Entwicklungen in der Zeit des Dritten Reiches. Durch die Wahl des größeren Zeithorizonts der Arbeit sollen allerdings auch mögliche personelle und fachliche Kontinuitäten bzw. Brüche über den Nationalsozialismus hinaus herausgearbeitet werden. Wichtige Fragestellungen in diesem Zusammenhang sind unter anderem folgende: Wie verlief die Neubesetzung der Lehrstühle der ab 1933 massenhaft vertriebenen jüdischen Mathematiker? Lässt sich eine gezielte „Berufungspolitik“ in der Hochschulmathematik der NS-Zeit und darüber hinaus feststellen? In welchem Maße erfolgte eine Entnazifizierung der Professorenschaft und welche Unterschiede gab es in den verschiedenen Besatzungszonen und Hochschulen?

Als wohl einflussreichster mathematischer Fachpolitiker im Dritten Reich spielte der Freiburger Mathematiker, langjähriger Rektor der Universität Freiburg und Vorsitzender der Deutschen Mathematiker-Vereinigung Wilhelm Süss bei fast allen fach- und personalpolitischen Entscheidungen in der Mathematik eine mitentscheidende Rolle. Aus diesem Grund soll sein bereits gut erschlossener, aber bis dato noch nicht systematisch ausgewerteter Nachlass für die Untersuchung herangezogen werden. Daneben werden Personalakten der Universitäten und Hochschulen sowie Akten der Wissenschaftsministerien und, soweit vorhanden, Nachlässe von Mathematikern in die Analyse einbezogen.