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Aktuelles

  • Prof. Dr. Günther van Norden verstorben
    Artikel vom 27.11.2018[mehr]
  • Nadine Jäger / Martin Sebastian Hammer: Auf der Suche nach dem glücklichen Ehepaar (II) – ein Streifzug durch die Novellistik des Mittelalters
    11.12.2018, 16 Uhr, HS 18[mehr]
  • "Paare im Mittelalter - Von Licht und Schatten, Konflikt und Liebe"
    Ringvorlesung, Di. 16 Uhr, HS 18[mehr]
  • Anja Busch: Spätantike Kaisermacherinnen
    11.12.2018, 18 Uhr, in N.10.20[mehr]
  • Hanno Gottschalk: KI - was sie ist, wo sie her kommt, was noch draus wird und wann sie rote Ohren bekommt
    19.12.2018, 18 Uhr, N.10.20[mehr]

Forschungsprojekt Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer

World War II: Everyday Life under German Occupation

seit September 2016: "Societies under German Occupation – Experiences and Everyday Life in World War II"

Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer, Prof. Dr. Peter Haslinger 

Projektkoordination: Dr. Agnes Laba
Redaktion: Dr. Eoin Ryan

Projektwebseite

http://www.societies-under-german-occupation.com/Laufzeit/Finanzierung:
In einer ersten Phase (Machbarkeitsstudie) von 2012 bis 2017 finanziert von der Leibniz-Gemeinschaft in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut in Paris

Die Geschichte des Zweiten Weltkrieges ist bisher vor allem als Geschichte der nationalsozialistischen Expansion und ihrer Akteure geschrieben worden, mit den Schwerpunkten Holocaust und Wehrmachtsverbrechen. Hinzu tritt in den meisten ehemals besetzten Ländern eine starke Ausrichtung auf den Widerstand. Defizit in Forschung und Dokumentation ist demgegenüber die Situation lokaler Bevölkerungen unter Besatzungsbedingungen geblieben.

Um diesem Desiderat zu begegnen, wird im Rahmen einer Machbarkeitsstudie das internationale Forschungs- und Editionsprojekt 'World War II - Everyday Life Under German Occupation' als englischsprachige Quellenedition vorbereitet, die die vielfältigen und komplexen Situationen, Alltagserfahrungen und Überlebensstrategien der Lokalbevölkerungen in den von der Wehrmacht besetzten Regionen Europas dokumentieren soll. Im Fokus stehen Themenschwerpunkte wie unter anderem Mangelerfahrungen und Versorgung, die Rolle der einheimischen Lokalverwaltungen, Arbeit und Ausbeutung, und die vielfältigen Gewaltbeobachtungen und -erfahrungen.

Die Edition ist als Hybrid-Edition konzipiert, die die Vorteile einer englischsprachigen Printpublikation und einer digitalen Edition im Rahmen eines Online-Portals kombiniert. Die digitale Edition wird die Quellen sowohl in englischer Sprache als auch in der Ausgangssprache präsentieren. Insgesamt wird die Printpublikation acht Bände umfassen.

Das Projekt vereinigt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 15 europäischen Ländern und beleuchtet ein für die europäische Erinnerungs- und Geschichtspolitik nach wie vor zentrales Themenfeld, das länderübergreifend bisher so nicht dokumentiert und in Forschungsstudien nur sehr asymmetrisch für die einzelnen Länder erschlossen ist.

Die Projektpartnerinnen und Partner finden Sie hier.

„Sprache, Erzählen und Edition“ ist eine der Profillinien der Bergischen Universität Wuppertal. Das Editions- und Forschungsprojekt „Zweiter Weltkrieg: Alltagsleben unter deutscher Besatzung“ stärkt daher die Profilbildung der BUW. Dazu tragen auch universitätsinterne Kooperationen, zum Beispiel mit dem Interdisziplinären Zentrum für Editions- und Dokumentwissenschaft der Universität Wuppertal, wie auch die forschungsnahen Lehre bei.