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Aktuelles

  • Urlaub Sekretariat Alte Geschichte
    21.12.2018 - 06.01.2019[mehr]
  • Bericht: Exkursion nach Potsdam mit dem Lehrstuhl Geschichte und ihre Didaktik
    30.09.-04.10.2018[mehr]
  • Prof. Dr. Günther van Norden verstorben
    Artikel vom 27.11.2018[mehr]
  • "Paare im Mittelalter - Von Licht und Schatten, Konflikt und Liebe"
    Ringvorlesung, Di. 16 Uhr, HS 18[mehr]
  • Hanno Gottschalk: KI - was sie ist, wo sie her kommt, was noch draus wird und wann sie rote Ohren bekommt
    19.12.2018, 18 Uhr, N.10.20[mehr]

Forschungsprojekt PD Dr. Sabine Mangold-Will

Moral und Macht der EU: der Nahostkonflikt als Motor einer institutionalisierten europäischen Außenpolitik 1973-1991

Der Nahost-Konflikt ist ein ebenso gut erforschtes Thema wie die Entwicklung der institutionalisierten Außenpolitik der EU. Auch die Rolle der EU als Vermittler im Nahost-Konflikt wird in der Forschung rege untersucht und politisch kontrovers diskutiert. Was indes bisher kaum beachtet wurde, ist die Rückwirkung des Nahost-Konfliktes auf das institutionelle Gefüge der Europäischen Gemeinschaft seit dem Yom-Kippur-Krieg 1973. Obwohl zudem intensiv über die Identität Europas gestritten wird, blieb auch in dieser Frage bisher außer Acht, wie sehr die Formierung und Formulierung der moralischen Macht Europa mit dem Konflikt im Nahen Osten, also der Auseinandersetzung um die Existenz des Staates Israel, zusammenhängt. Die alte Erkenntnis aus der Erforschung der Orientrezeption des 19. Jahrhunderts, daß die Beschäftigung mit dem Nahen Osten in erster Linie der Konzeption des eigenen Europäischen dient, kann auch hier zum Schlüssel werden: Die institutionalisierte europäische Außenpolitik verdankt sich in erheblichem Maße dem Motor Nahost-Konflikt.