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Eugenik-Projekt

Das eugenische Jahrhundert: Die Popularisierung eugenischer Rationalität zwischen Tradition und Gegenwart

Seit Fragen der assistierten Fortpflanzung, Embryonenselektion oder der Erzeugung des „perfekten Babys“ weltweit immer relevanter werden, avancieren biopolitische Mechanismen und ihre Folgen zu einem wachsenden Forschungsgebiet nicht nur der Medizinethik, sondern auch der Geistes- und Sozialwissenschaften.

Das an der Bergischen Universität Wuppertal angesiedelte Projekt „Das eugenische Jahrhundert: Die Popularisierung eugenischer Rationalität“ diskutiert und vergleicht an ausgewählten Untersuchungsfeldern – Spanien, die USA und Deutschland – den internationalen, länderspezifisch jedoch unterschiedlichen Charakter eugenischer Sozialtechnologien, arbeitet Formen der Wissenskommunikation heraus und zeigt auf der theoretischen Grundlage eines weiterentwickelten Foucaultschen Gouvernementalitätskonzeptes, wie sich das moderne Subjekt im Spannungsfeld von Wissensproduktion und –vermittlung, Selbst- und Herrschaftstechnologien auf der Basis eugenischer Rationalität entwarf und biopolitische Logiken inkorporierte.

Laufzeit: 2009-2012

Projektleiterin: Prof. Ute Planert

MitarbeiterInnen: