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Forschungsprojekt Prof. Dr. Arne Karsten

Tod in der Lagune. Die Erinnerungskultur Venedigs in der Frühen Neuzeit

Die kulturgeschichtliche Forschung hat in den vergangenen Jahren herausgearbeitet, in welchem Maße die Vorstellungen von der Vergangenheit die Gesellschaft prägen. Gerade Venedig bietet für den dabei konstatierten Zusammenhang zwischen den Bedürfnissen der Gegenwart, die zur Konstruktion bestimmter Geschichtsbilder führen, und der Wirksamkeit dieser historisch legitimierten Selbstwahrnehmung ein besonders anschauliches Untersuchungsfeld. Denn die im europäischen Vergleich sehr homogene und stabile Führungsschicht des venezianischen Patriziats hat über Jahrhunderte hinweg die enormen wirtschaftlichen Ressourcen, die Venedig als führende Wirtschaftsmacht akkumulierte, nicht zuletzt in eine aufwendige und mit großer Konsequenz betriebene Kunstpatronage investiert, welche die eigene Vergangenheit als legitimierende Grundlage späterer Gegenwart suggestiv stilisierte.

In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Benjamin Paul (Rutgers University, NY) und dem Centro tedesco di studi veneziani soll die Präsentation vielfältiger Aspekte der Geschichte sowohl in politischen wie religiösen, familiären und zeremoniellen Formen im Hinblick auf die in ihr zum Ausdruck kommenden Interessen der auftraggebenden Nachwelt analysiert und interpretiert werden, und zwar im europäischen Vergleichskontext.

 

Publikation

Il culto funebre veneziano. Culture della commemorazione nella Serenissima durante la prima Età moderna, in: Sabine Meine (Hg.), Spazi veneziani. Topografie culturali di una città, Rom 2014, S. 91-103.