Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Aktuelles

  • Timo Celebi: Nordrhein-Westfalens Gesamthochschulprojekt zwischen „Hochschulstruktur“ und „Hochschullandschaft"
    Mittwoch, 27.11.2019, ab 18 Uhr, in N.10.20 [mehr]
  • Georg Fülberth: Der Wohlklang der Zweiten Violine. Friedrich Engels‘ Beitrag zum Werk von Karl Marx
    Vortrag, 25.11.2019, 16:15-17:45 Uhr, in ME 04 (AstA-Ebene) [mehr]
  • Heidi Hein-Kircher: „Familienplanung“ als transnationale Wertvorstellung der Moderne: Ihre Entwicklung in Ostmitteleuropa im Vergleich und Kontext des euro-atlantischen Verständnisses vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Einführung der Pille
    Kolloquium, 26.11., 18 Uhr, in N.10.20 [mehr]
  • Fabian Link: Der Mensch im wissenschaftlich- technischen Zeitalter: Die 'Leipziger Schule der Soziologie' zwischen Anthropologie, Metaphysik und Kybernetik, 1914-1991
    Mittwoch 20.11.2019, 12 Uhr, in N.10.20 [mehr]
  • Sietske Fransen: The Microscopes of Antoni van Leeuwenhoek: Unremarkable Objects?
    Mittwoch, 20.11.2019, 18 Uhr, in N.10.20 [mehr]
zum Archiv ->

Die Ideen von 1914: Schlagzeilen in Feldgrau

Öffentli. Veranstaltungsreihe zum Beginn des Ersten Weltkriegs

Die Idee von 1914 - Plakat

Im August 2014 jährt sich zum hundertsten Male der Beginn des Ersten Weltkriegs - jenes Krieges, der bis heute als die "Urkatastrophe" Europas gilt. Schon für Zeitgenossen war unfaßbar, daß es mitten in einer von sozialem, wirtschaftlichem, technischem und kulturellem Fortschritt geprägten Epoche mitten im hochzivilisierten Europa zu Schlachten kam, die einen ungekannten Blutzoll gefordert haben; nur wenige glaubten unmittelbar nach dem tödlichen Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Gemahlin in Sarajevo am 28. Juni 1914, daß ein Krieg bevorstehe.

Erst hinterher wollten alle gewußt haben, was die überwiegende Mehrzahl der Zeitungsleser bis Ende Juli 1914 noch keineswegs ahnen konnte: daß der Krieg habe kommen müssen. Diesen Befund ergibt eine genaue Lektüre der Presseberichterstattung in den später kriegführenden Nationen, die erst wenige Tage vor Ausbruch der Feindseligkeiten eine Kriegsgefahr bekanntgab. Umso rascher indes beförderte die Presse dann Einheitsdemonstrationen ("Burgfrieden", "Union Sacrée"), half Feindbilder zu zeichnen (die kriegslüsternen "Hunnen", das "perfide Albion"), formulierte Schlachtrufe ("Serbien muß sterbien", "Die Welt sicher für Demokratie machen").

Der Kriegsausbruch läßt sich ohne die wechselvolle und rapide Entwicklung der Öffentlichen Meinung ab dem Juli 1914 nicht hinreichend beschreiben; die Presse war Indikator, aber auch Faktor der Politik - sie formulierte gewissermaßen Schlagzeilen in Feldgrau. Also behandelt diese Veranstaltungsreihe den Wandel in der jeweiligen Presseberichterstattung zwischen Attentat und Kriegsausbruch und untersucht die mannigfachen Wechselwirkungen zwischen Presse, Regierungen und Parlamenten in den verschiedenen Nationen.

 

10. April, 18.30 Uhr:
Die Intellektuellen und der Krieg - Podiumsdiskussion

24. April, 18.30 Uhr:
Von West bis Ost: Die Julikrise in der Presse in Paris und Konstantinopel - Vortragsabend

08. Mai, 18.30 Uhr:
Kapitale und Provinz: Kriegsausbruch in der Berliner und Wuppertaler Presse - Vortragsabend

22. Mai, 18.30 Uhr:
Einsamkeit allerorten: Der Kriegsbeginn in den Zeitungen Wiens und Washingtons - Vortragsabend

05. Juni, 18.30 Uhr:
Stahlgewitter ohne Ende? Zur Bedeutung des Ersten Weltkriegs - Podiumsdiskussion

Alle Veranstaltungen dieser Reihe finden statt im Von der Heydt-Museum, Turmhof 8, 42103 Wuppertal

 

Alle weiteren Informationen finden Sie hier oder können Sie dem Veranstaltungsplakat (siehe unten) entnehmen.