Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Aktuelles

  • Exkursion nach Potsdam 30. Sept. - 4. Okt.
    Anmeldung bis Fr. 6. Juli 2018[mehr]
  • Sprechstunde und Veranstaltungen entfallen am 26.6.
    Jun.-Prof. Dr. Étienne Doublier[mehr]
  • Zusätzliche Sprechstunde am 27.06.
    Dr. Agnes Laba[mehr]
  • Interdisziplinäres Mediävistisches Kolloqiuium
    Dienstags, 16-18.00 Uhr, U.12.03[mehr]
  • Seminar Italien im Film
    18.04, 16.05. und 27.06.2018[mehr]
15.05.12 18:19

Veranstaltung

Kategorie: Allgemeines

"Von der Tätergeschichte zur Geschichte lokaler Bevölkerungen unter Besatzungsbedingungen."

Die Stiftung Topographie des Terrors, das Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft in Marburg – und die Bergische Universität Wuppertal laden zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ein.

Donnerstag 31. Mai 2012 19.00 Uhr

Von der Tätergeschichte zur Geschichte lokaler Bevölkerungen unter Besatzungsbedingungen. Neue Wege in der Historiographie des Zweiten Weltkriegs

Vorträge:

Moderation: Klaus Hesse, Berlin

Ort: Topographie des Terrors Auditorium, Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg

– Eintritt frei –

Die Geschichte des Zweiten Weltkriegs ist in der deutschen Historiographie bisher vor allem als Geschichte der nationalsozialistischen Expansion und ihrer Akteure mit den Schwerpunkten Holocaust und Wehrmachtsverbrechen geschrieben worden. Daneben kann in den meisten der ehemals besetzten Länder eine starke Ausrichtung auf den Widerstand beobachtet werden. Defizit in Forschung und Dokumentation ist demgegenüber die Situation lokaler Zivilbevölkerungen unter Besatzungsbedingungen geblieben. Tatjana Tönsmeyer und Peter Haslinger rekapitulieren in ihren Vorträgen die historiographischeEntwicklung und stellen das neue europäische Forschungs- und EditionsprojektWorld War II: Everyday Life under German Occupation vor. In einem gemeinsamen Verbundprojekt erforscht und dokumentiert ein Netzwerk aus Expertinnen und Experten zum Zweiten Weltkrieg sowie thematisch einschlägigen Institutionen aus 14 europäischen Ländern die vielfältigen und komplexen Situationen, die das Alltagsleben in den von der Wehrmacht besetzten Staaten Europas prägten. Sie beleuchten damit ein für die europäische Erinnerungs- und Geschichtspolitik nach wie vor zentrales unddurchaus kontroverses Themenfeld, das länderübergreifend bisher so nicht dokumentiert und für die einzelnen Länder in Forschungsstudien und Quelleneditionen nur sehr asymmetrisch erschlossen worden ist.

Tatjana Tönsmeyer, 1968 geboren, ist Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt, darunter Das Dritte Reich und die Slowakei 1939–1945. Politischer Alltag zwischen Kooperation und Eigensinn (2003). Ihre Studie Adelige Moderne. Großgrundbesitz und ländliche Gesellschaft in England und Böhmen 1848–1918 erscheint im Sommer 2012.

Peter Haslinger, 1964 geboren, ist Direktor des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung Marburg und Professor für die Geschichte Ostmitteleuropas an der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie Sprecher der Sektion A der Leibniz-Gemeinschaft. Er hat zahlreiche Studien publiziert, darunter Der ungarische Revisionismus und das Burgenland 1922–1932 (1994) und Nation und Territorium im tschechischen politischen Diskurs 1880–1938 (2010).

Klaus Hesse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator der Stiftung Topographie des Terrors.

TOPOGRAPHIE DES TERRORS
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin
Telefon 030 254509-0
Fax 030 254509-99
info{at}topographie.de
www.topographie.de